Pushferry

Dein eigenes Gateway, deine eigenen Daten

2026-09-06

Sobald eine SMS deinen Firmenprozess berührt – einen 2FA-Code, eine Kundenrückfrage, eine Terminbestätigung – stellt sich eine Frage, die in Deutschland selten laut ausgesprochen, aber beim Einkauf sehr genau mitgedacht wird: Wo läuft dieser Text eigentlich durch, bevor er bei mir ankommt? Bei den meisten SMS-Diensten lautet die ehrliche Antwort: durch die Server des Anbieters. Bei Pushferry lautet sie: nirgendwo. Der Nachrichtentext wird auf dem Server grundsätzlich nicht gespeichert – die SMS geht vom Handy direkt an das konfigurierte Ziel.

Warum das in Deutschland kein Nebensatz ist

Bei B2B-SMS-Anbietern wie BerlinSMS, lox24 oder websms gehört "Server in Deutschland", "keine US-Cloud" und ein Auftragsverarbeitungsvertrag auf Anfrage längst zum Standard-Verkaufsargument, nicht zur Kür. Das zeigt: Datenschutz ist in diesem Markt kein Nischenthema für Auditoren, sondern Teil der normalen Einkaufs-Checkliste, gegen die ein SMS-Tool laufen muss, bevor es überhaupt in die engere Auswahl kommt. Der Unterschied ist nur: Diese Anbieter lösen das Vertrauensproblem, indem sie versprechen, ihre eigene Infrastruktur sei sauber und lokal. Der Datenverkehr läuft trotzdem über ihre Server – nur eben eine deutsche statt einer amerikanischen Cloud.

Pushferry löst dasselbe Problem anders, nicht indem der Server vertrauenswürdiger gemacht wird, sondern indem der Server aus der Gleichung rausfällt, soweit es um Inhalte geht. Die App läuft auf deinem eigenen Android-Gerät, mit deiner eigenen SIM-Karte, und reicht eingehende SMS direkt an Slack, Discord, E-Mail, einen Webhook oder deine eigene API weiter. Es gibt keinen Zwischenspeicher voller Nachrichtentexte, den jemand absichern, verschlüsseln oder im Ernstfall offenlegen müsste – weil er schlicht nicht existiert.

Der konkrete Vergleich, der sich lohnt: SIM per Post versus SIM in der eigenen Hand

Am deutlichsten wird der Unterschied bei zwei Schweizer Anbietern, die inhaltlich am nächsten an Pushferrys Positionierung herankommen: ambrabyte und Firestorm. Beide verkaufen SMS-Gateway-APIs mit einer "Hosted SIM"-Option – und die Mechanik dahinter ist wörtlich zu nehmen: Du schickst deine physische SIM-Karte per Post in ein Rechenzentrum in der Schweiz, dort wird sie in einen Empfänger gesteckt, und danach läuft der gesamte SMS-Verkehr über deren API. Bei Firestorm kostet allein diese Option 360 Franken im Jahr plus 80 Franken Aktivierung, zusätzlich zum Grundgateway.

Das Versprechen dahinter – "eigene SMS-Nachrichten über eigene Anwendungen versenden" – klingt fast wie Pushferrys eigenes. Nur dass "eigen" hier etwas anderes bedeutet: Die Karte gehört dir, aber sie steckt physisch in einem fremden Rechenzentrum, nicht mehr in deinem Gerät. Für eine datenschutzsensible Zielgruppe ist das eine berechtigte Frage: Wo genau liegt meine SIM-Karte gerade, und wer hat physischen Zugriff darauf? Bei Pushferry stellt sich diese Frage nicht, weil nichts verschickt wird. Das Telefon bleibt bei dir, im Büro oder in der Schublade, wo es immer war – die SIM-Karte auch.

Was das für den Alltag bedeutet

Praktisch heißt das: Wenn ein 2FA-Code oder eine Kundennachricht per SMS eintrifft, verlässt der Inhalt dieser Nachricht dein Gerät genau einmal – auf dem Weg zu dem Ziel, das du selbst konfiguriert hast. Kein Aggregator liest mit, keine dritte Partei sieht den kompletten Nachrichtenverkehr über einen längeren Zeitraum, und es gibt keinen Serverbestand, der bei einer Anfrage oder einem Sicherheitsvorfall überhaupt etwas Inhaltliches preisgeben könnte. Das ist auch der Grund, warum sich das Modell bewusst auf ein Gerät bezieht, das dir gehört und bei dir steht, statt auf gemietete Infrastruktur, egal ob die in Frankfurt oder in Zürich steht.

Diese Architektur ist kein zusätzliches Feature, das sich gesondert abrechnen lässt – sie ist einfach, wie Pushferry grundsätzlich funktioniert, von der kostenlosen Stufe für ein Gerät bis zu den bezahlten Stufen für mehrere angebundene Telefone im Unternehmen. Wer eine SMS-Weiterleitung sucht und dabei nicht anfangen will, der eigenen SIM-Karte hinterherzutelefonieren, weiß jetzt, wonach er eigentlich fragen sollte: nicht "wo steht euer Server", sondern "wo bleibt meine Karte".